Hans Niessl

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Landeshauptmann Burgenland

Interview mit LH Hans Niessl

Wie beurteilen Sie die derzeitige wirtschaftliche Situation im Burgenland?

Das Burgenland hat sich in den letzten Jahren zum wachstumsstärksten Bundesland entwickelt, seit 2000 ist die Zahl der Beschäftigten im Land um 6% gestiegen, doppelt so stark wie im Österreichschnitt. Und das Burgenland liegt auch im Spitzenfeld beim Index der Strukturveränderung. Einen wesentlichen Beitrag zur tief greifenden Erneuerung der Strukturen haben die Ziel 1-Fördergelder geleistet. Und heute zeigt sich, dass es richtig war, in der ersten Ziel 1-Förderperiode einen Schwerpunkt auf Leitprojekte zu setzen: Eine Studie zeigt, dass sich auch das Umfeld sehr dynamisch entwickelt hat, dass jeder Arbeitsplatz in einem Leitprojekt einen Arbeitsplatz im wirtschaftlichen Umfeld zur Folge hat. Und wir schaffen die Voraussetzungen, damit diese Dynamik fortgesetzt werden kann. Mit dem Fonds für Arbeit und Wirtschaft, mit einer attraktiven Ziel 1-Nachfolgeförderung. Das Burgenland wird auch nach 2006 die beste Förderkulisse aller Bundesländer haben – im Zeitraum 2007 bis 2013 werden seitens der EU 158 Millionen Euro an Förderung zur Verfügung gestellt.

Wirtschaftsraum Osteuropa – welche Position übernimmt das Burgenland?

Die künftigen Entwicklungschancen hängen davon ab, ob das Burgenland als Drehscheibe zwischen den grenzüberschreitenden Wachstumsachsen Wien – Bratislava, Wien – Sopron – Szombathely und Graz – Pinkafeld/Oberwart – Szombathely positioniert werden kann. Hier gibt es sehr gute Ansätze, das Burgenland bietet die besten Voraussetzungen, um die Chancen der neuen Märkte zu nutzen. Mit Centrope, der Europaregion Mitte, gibt es eine sehr enge Vernetzung mit unseren Nachbarn – gemeinsames Ziel ist es, Centrope zur wachstumsstärksten Region Europas zu machen.

Wie können sich die Burgenländischen Leitbetriebe gemeinsam mit dem Land positionieren?

Zunächst geht es darum, dass seitens der Politik die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.